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Was Ihr über den Laserdrucker noch nicht wusstet

Der Laserdrucker gehört neben dem Tintenstrahldrucker zu den meist genutzten Druckerarten und kommt in privaten Haushalten und in Unternehmen zum Einsatz. Laserdrucker zählen zu den Seitendruckern, da Druck und Belichtung einer Seite in nur einem Durchlauf erfolgen. Die Entstehungsgeschichte der Drucker ist sehr interessant und ist bereits 77 Jahre alt.

Wie der Laserdrucker entstand

1938 erfand Chester Carlson das technische Grundprinzip des Laserdruckers. Daraufhin meldete er das so genannte Elektrofotografieverfahren zum Patent an. Das erste Verfahren war noch sehr umständlich. Erst viele Jahre später, im Jahr 1960, wurde ein moderneres Funktionsprinzip von dem Unternehmen Xerox patentiert und kommerziell verwendet. Bei diesem Verfahren wurde aus elektrisch aufgeladenen Rollen und Riemen über die elektromagnetischen Effekte ein Bild aus dem Pulver des Toners erzeugt. Zu dieser Zeit arbeiteten die Drucker analog und zum Funktionsumfang zählte nur eine Kopierfunktion.

Das heutige Funktionsprinzip der Laserdrucker wurde im Jahr 1969 von Gary Starkweather, einem Mitarbeiter von Xerox, erfunden. Zwei Jahre später wurde der erste funktionierende Prototyp vorgestellt. Der erste Laserdrucker, der kommerziell angeboten wurde, stammte von Xerox und wurde unter dem Modellnamen IBM 3800 1976 in den Handel eingeführt. Zusätzlich zu diesem riesigen System brachte Xerox 1981 den Star 8010 heraus. Dieses Modell war für den Einsatz in konventionellen Büros geeignet und wurde in Kombination mit dem Computer Xerox Star zu einem Preis von rund 17.000 Dollar angeboten. Beide Modelle waren keine Farbdrucker und druckten nur monochrom.

Den größten kommerziellen Erfolg erzielte eine Kooperation von Hewlett Packard und Canon. Der LaserJet 8ppm wurde 1984 vorgestellt und kostete 3.500 Dollar. Im Anschluss ging die Entwicklung wesentlich flotter und es schlossen sich viele Hersteller, wie zum Beispiel Brother, Apple und IBM mit eigenen Modellen an. Die neue Druckertechnik konnte die bisherigen Nadel- und Typenraddrucker ohne Probleme vom Markt verdrängen. Erst 1993 wurde der erste Farblaserdrucker, der ColorScript Laser 1000, für 12.500 Dollar auf den Markt gebracht.

Heute ist das Laserdrucksystem vollständig ausgreift und Laserdrucker sind für erheblich weniger Geld erhältlich.


So funktioniert das Druckprinzip im Detail

Die Drucktechnologie besteht aus einer Fixiereinheit und aus einer Bildentwicklungseinheit. Die Entwicklungseinheit besteht aus Fotoleitertrommel, Entwicklereinheit, Magnetroller, Transfer-Roller, PCR-Roller, Doctor Blade und einem Abstreifen. Durch diese Einheit wird der Toner auf das Blatt gebracht, während die Fixiereinheit für die Fixierung des Bildes auf dem Blatt zuständig ist.

Die Entwicklereinheit befindet sich in der Regel in der Laserkartusche und sorgt dafür, dass die Tonerpartikel auf die geladene Bildtrommel übertragen werden. Das eigentliche Bild, das im Anschluss auf dem Papier erscheinen soll, entsteht in der Fotoleitertrommel. Der Strahl des Lasers wandert über den rotierenden Spiegel Zeile für Zeile über die Trommel und wird mehrfach an- und ausgeschaltet. Bei jedem Auftreffen entlädt sich die Trommel und dadurch entsteht ein unsichtbares Negativ des späteren Bildes. Die Doctor-Blade ist für die Dicke des Tonerpulvers zuständig. Der übrig gebliebene Toner, der nicht für den Druck benötigt wird, wird von dem Abstreifer in den Resttonerbehälter transportiert. Nachdem das Bild von der Fixiereinheit durch Erhitzung auf das Blatt gepresst wurde, ist der Druckvorgang beendet.

 

Vor- und Nachteile des Laserdruckers

Laserdrucker und Tintenstrahldrucker unterscheiden sich in mehreren Bereichen und bieten den Nutzern verschiedene Vor- und natürlich auch Nachteile. Ganz allgemein bekommt der Käufer einen Tintenstrahldrucker preiswerter, muss aber mit höheren Folgekosten durch recht teure Tintenpatronen rechnen. Frisch gedruckte Seiten können leicht verwischen und müssen erst richtig trocknen. Das Tonerpulver hält hingegen direkt fest auf dem Papier. Wird der Drucker eine längere Zeit nicht benutzt, dann trocknen die Tintenpatronen ein. Dies kann bei einem Toner nicht passieren, denn dieser besteht aus Pulver.

Der Geräuschpegel von einem Laserdrucker ist höher als bei einem Tintenstrahldrucker, dafür ist der Laser um einiges schneller und kann mit einer höheren Druckgeschwindigkeit drucken. Bei der Druckauflösung und der Druckqualität scheiden sich die Geister. Beide Systeme sorgen für ansprechende Texte und Grafiken. Nur bei Bildern in Fotoqualität gibt es Unterschiede. In diesem Bereich hat der Tintenstrahldrucker die Nase vorn. Drucker und Kopierer, die auf der Laserdrucktechnik basieren, eignen sich vor allem für Büros oder Haushalte, in denen ein großes Druckaufkommen herrscht. Die Anschaffungspreise sind höher als bei den Tintenstrahlmodellen, dafür sind die laufenden Kosten durch den recht preiswerte Toner geringer. Dieser muss je nach Modell erst ab 3.000 oder mehr Seiten ausgewechselt werden.




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