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Die richtige Entsorgung von Tinten und Toner

Mehr als 100 Millionen Druckerpatronen und 26 Millionen Tonerkartuschen wurden im Jahr 2006 allein in Deutschland geordert - der Verbrauch dürfte seither noch gestiegen sein. Wohin mit dem Leergut? Schließlich handelt es sich um hochwertige Gehäuse, die einen enormen Anteil der Kosten ausmachen. Einige Tipps sollen die verschiedenen Möglichkeiten der fachgerechten Entsorgung aufzeigen. Ein professionelles Recycling ist nämlich nicht nur für die Umwelt vorteilhaft.


Wertstoffe gehören nicht in den Müll


Auch wenn es nicht ausdrücklich verboten ist, die aus hochwertigen Materialien hergestellten Tintenpatronen und Tonerkartuschen sollten statt dem Müll einem Recycling-Prozess zugeführt werden. Allerdings sieht die Realität anders aus: rund 90 Prozent des Leergutes türmen sich zu einem enormen Abfallberg auf. Das geht sicher schnell - stellt aber zum einen eine enorme Verschwendung und zum anderen eine Belastung für die Umwelt dar, die sich keine Gesellschaft mehr leisten kann. 


Die Alternativen sind vielfältig und beginnen bei der Verwendung von Refill- und Rebuilt-Produkten: Die leeren Patronen und Kartuschen können teilweise bis zu 90 Prozent wiederverwendet werden. Sie werden gereinigt und erneut mit Tinte oder Toner befüllt - und gelangen entsprechend ausgezeichnet wieder in den Handel. Die verschiedenen Online-Portale, die sich auf den Verkauf von Druckerzubehör spezialisieren, geben in der Regel Auskunft zu den Rückgabe- oder Verwertungsmöglichkeiten für jedes einzelne Produkt. 


Darunter finden sich auch Initiativen, die die Erlöse aus der Wiederverwertung karitativen Zwecken zuführen. Eine kurze Recherche im Internet eröffnet eine ganze Auswahl spezialisierter Unternehmen, die sich sowohl mit dem Recycling als auch der Wiederaufbereitung von Patronen und Kartuschen befassen.


Rückgabe oder fachgerechte Entsorgung bevorzugen


Darüber hinaus haben die Anbieter, die nicht zuletzt mit dem Verkauf der Drucker und des notwendigen Zubehörs ihre Gewinne machen, die leeren Gehäuse zurückzunehmen. Diese gesetzliche Verpflichtung wird auch ernst genommen, vor allem die großen Marken haben spezielle Recycling-Programme ins Leben gerufen. 


Nicht zuletzt die komplette Verwertbarkeit der Patronen und Kartuschen dürfte ein gewichtiges Argument gewesen sein, viele der neuen Artikel werden aus den recycelten Kunststoffen hergestellt. Zur Orientierung werden in den Gebrauchsanweisungen der Original-Artikel Hinweise gegeben, wo und wie die Patronen und Kartuschen zurückgegeben werden können. Auf der jeweiligen Webseite des Herstellers lassen sich dann Retour-Aufkleber generieren, es fallen für den Verbraucher also keine Porto-Kosten an. Diese Möglichkeit gilt aber nicht für alle Artikel, zum einen nimmt nicht jeder Anbieter seine Verantwortung wahr, zum anderen können nicht alle Artikel effektiv wiederverwendet werden. Diese können dann aber fachgerecht entsorgt werden, beispielsweise über die kommunale Abfallentsorgungsgesellschaft, die das Recycling dann selbst initiiert.


Die Mühe ist es wert


Sie sind kleine technische Meisterwerke, die Tintenpatronen und Tonerkartuschen, die für unsere Gesellschaft unentbehrlich geworden sind. Der enorme Verbrauch sollte Anlass sein, das eigene Verhalten zu überprüfen: Die hochwertigen Kunststoffe, Federn und Chips, teilweise sogar Druckköpfe, gehören in die Wiederverwertung. Kann der jeweilige Artikel nicht erneut befüllt werden, weil beispielsweise das Modell in der Zwischenzeit veraltet ist, sollte zumindest der Kunststoff gewonnen werden. Die Möglichkeit sind vielfältig und sicher mit etwas mehr Aufwand verbunden, als dies bei der Entsorgung über den Hausmüll der Fall ist - aber die Mühe ist es wert. 


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