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CMYK und RGB: Zwei Farbräume zeigen, was sie können


CMYK

Sofern dein Drucker nicht nur schwarz/weiß drucken kann, sorgen nur drei Farben und Schwarz für unglaubliche Farbvielfalt auf deinem Ausdruck. Das CMYK Farbmodell bildet die Grundlage für den modernen Vierfarbdruck. Was das bedeutet, woher das Vierfarbmodell kommt und worin es sich vom RGB Farbraum unterscheidet, erfährst du in diesem CMYK Einmaleins.


Warum CMYK – wofür stehen die Buchstaben?

Jeder der vier Buchstaben steht für eine der Grundfarben, die bei diesem Farbmodell zum Einsatz kommen:

  • C = Cyan
  • M = Magenta
  • Y = Yellow
  • K = Key/Schwarz

Der Begriff „Key“ stammt von der „Key plate“, eine schwarz druckende Platte, welche im Offsetdruck zum Einsatz kommt. An dieser Druckplatte werden die Farben Cyan, Magenta und Yellow, jeweils mit einer eigenen Druckplatte ausgerichtet.

Bei CMYK handelt es sich um die alphabetische Aufzählung der Farben, ihre Reihenfolge hat keine technische Bewandtnis. Häufig findet sich auch die Bezeichnung YMCK – eine Schreibweise nach dem umgekehrten Alphabet. Im Druckverfahren wird erst Schwarz (K), dann Cyan (C), Magenta (M) und zum Schluss Gelb (Y) auf das weiße Papier gedruckt. Für Druckerpatronen gibt es zusätzlich das CMYKT- oder YMCKT-Farbsystem. Dabei wird der CMYK-Farbraum um einen sogenannten "Topcoat"-Lack ergänzt, der das Papier mit einem Schutzlack überzieht.

 

Was kann CMYK?

Das CMYK-Farbmodell ist ein subtraktives Farbmodell. Das bedeutet, dass theoretisch bei einem Druck der drei Grundfarben Cyan, Yellow und Magenta übereinander die Farbe Schwarz entsteht, weil bei jedem weiteren Auftrag ein weiterer Teil des Lichts absorbiert wird, so lange, bis kein Licht mehr reflektiert werden kann.

In der Praxis trat aber ein Problem auf, da die drei Farben nur ein sehr dunkles Braun erzeugen konnten. Dadurch wurde das Modell um Schwarz bzw. um den „Key“ ergänzt. Er hilft auch, Farben einfacher und schneller abzudunkeln und stärkere Kontraste zu erzeugen. Bei der Mischung einer Farbe im CMYK-Farbraum wird der Anteil der vier Farben in Prozent bestimmt. Cyan, Magenta, Yellow und Key können somit mit einem Wert von 0 bis 100 Prozent angegeben werden.

  • Ein sattes Lila hat zum Beispiel folgendes Mischverhältnis: CMYK: Cyan: 11% Magenta: 100% Yellow: 0 % Key: 44%.
  • Soll die Farbe Weiß entstehen, so muss jede Farbe mit 0% eingesetzt werden. Jedoch darf man nicht vergessen, dass nur dann Weiß abgebildet wird, wenn das Papier, auf welches gedruckt wird, auch weiß ist, denn Weiß kann nicht mit Farben gedruckt werden. Bei der Farbe Schwarz haben C, M und Y jeweils 0 Prozent und K 100 Prozent.

Das CMYK Farbmodell kommt bei allen Farblaserdruckern und Tintenstrahlgeräten zum Einsatz, die farbig drucken. Manche Geräte können sogar neben den Farben Cyan, Magenta, Yellow und Schwarz durch Sonderfarben, wie beispielsweise Rot, ergänzt werden.

Die Farbskala wird auch „Euroskala“ genannt, weil sie sich an der ehemaligen Europaskala orientiert. Die Euroskala ist aber keine einheitlich definierte Norm, denn die korrekte Bezeichnung lautet ISO-Skala. Die dazu passende Normierung ist ISO 2846, sie legt die exakten Eigenschaften der CMYK Farben fest.

 

Die Unterschiede zwischen CMYK und RGB

Das CMYK-System unterscheidet sich vom bekannten RGB-System bereits auf den ersten Blick. Während bei CMYK vier Grundfarben zum Einsatz kommen, sind es bei RGB nur drei.

  • R = Rot
  • G = Grün
  • B = Blau

Das RGB-Farbmodell ist additiv und wird auch als Lichtfarb-Modell bezeichnet, das bedeutet dass das Summieren der drei Farben wieder Weiß ergibt. Eine Grundfarbe für Schwarz ist bei dem RGB-System nicht vorhanden. Es handelt sich auch nicht direkt um Grundfarben, sondern primär um Farbwahrnehmungen, die beispielsweise am Computer- oder Fernsehbildschirm betrachtet werden können. Die drei Farben werden durch das Licht gemischt. Aus dieser Mischung entstehen dann die unterschiedlichen Farbeindrücke. Werden Rot, Grün und Blau in der gleichen Helligkeit addiert, entsteht die Farbempfindung Weiß.

Im Gegensatz zum CMYK-Modell ist beim RGB-Modell nicht die Farbtonabstufung sondern die Lichtmenge entscheidend. Haben alle drei Farben den Wert 0 – das heißt kein Licht, so gibt es keine Lichtfarben (Primärvalenzen) und es entsteht Schwarz.

Der RGB-Farbraum macht 16,7 Millionen Farben möglich. Das sind mehr darstellbare Farben als der CMYK-Farbraum umfasst, deshalb kann es bei der Umwandlung von RGB-Abbildungen in CMYK zu Problemen kommen. Farbverfälschungen oder Farbverschiebungen sind die Folge. Das oben genannte satte Lila ergibt im RGB-Farbraum folgendes Mischverhältnis:

RGB: Rot: 128 Grün: 0 Blau: 144

 

Die Einsatzgebiete von RGB und CMYK

RGB kommt vor allem bei Digitalkameras und Bilddatenbanken zum Einsatz, während CMYK im Druck verwendet wird. Ebenfalls greifen alle gängigen Tintenstrahldrucker auf das CMYK-Verfahren zurück. Der Handel bietet die passenden CMYK-Druckerpatronen an.

Bei vielen Programmen, wie zum Beispiel bei Adobe Photoshop, können beide Farbmodelle gewählt werden. Soll ein Bild bearbeitet oder eine Grafik erstellt werden, gilt es zunächst, die spätere Verwendung der Datei festzulegen. Soll diese im Internet genutzt werden, bieten sich die RGB-Farben an. Dies liegt daran, dass der Computerbildschirm ebenfalls mit diesen Farbräumen arbeitet. CMYK benötigt einen viel größeren Speicherplatz als RGB und eignet sich somit nicht für die Nutzung im Web.

Soll mit der Datei ein Briefkopf oder ein anderes Dokument erstellt und ausgedruckt werden, ist die CMYK-Skala zu empfehlen. Dies liegt daran, dass die Drucker nativ mit CMYK arbeiten. Natürlich lässt sich auch eine RGB-Datei ausdrucken - der Drucker wandelt die Farben dann automatisch in das CMYK-Modell um. Bei dieser Umwandlung kann es jedoch, wie zuvor erwähnt, zu farblichen Abweichungen kommen.


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